
Ein Bewerbungsfoto ist eine besondere und kreative Form eines Fotos.
Im Gegensatz zum (heutigentags meist "biometrischen") Passbild
gibt es für ein Bewerbungsfoto keine gesetzlichen Vorgaben zur Anfertigung, um
- normierte Identifizierbarkeit z. B. anhand einer normierten Blickrichtung und eines ernsten Gesichtsausdrucks,
- das Festhalten bestimmter individueller Erkennungsmerkmale (früher z. B. noch die Ohrenform) und
- technische Reproduzierbarkeit durch Anwendung einer extrem gleichförmigen, schattenfreien Ausleuchtung zu erzielen.
Ein Bewerbungsfoto (wie z. B. auch ein Hochzeitsfoto)
ist unbewusst an nationale und kulturelle Konventionen gebunden
und hat in der deutschen Bewerbung einen hohen Stellenwert.
In Europa ist außerhalb Deutschlands ein Foto in der Bewerbung eher die Ausnahme
und in den USA aus Diskriminierungsgründen zumeist verboten.
Ein Bewerbungsfoto ist im Format meist größer als ein Passbild.
- Während ein Passbild früher die dargestellte Person im Halbprofil,
gut ausgeleuchtet und vor neutralgrauem Hintergrund darstellen musste,
sind heutige "biometrische" Fotos frontal geschossen und verlangen einen ernsten Gesichtsausdruck.
- Bei Bewerbungsbildern hingegen hat der Fotograf einen größeren Handlungsspielraum.
Als Hintergrund werden gerne blaue oder warmtonig marmorierte Farbverläufe verwendet;
mit entkoppelten (d. h. aus der Kamera-Richtung herausgenommenen) Blitzen werden Spitzenlichter im Haar
als Abgrenzung des Modells vom Hintergrund geschaffen,
und eine asymmetrische Effektbeleuchtung sorgt ggf. für ein dreidimensionales, lebhaftes Erscheinungsbild.
Die Normen für ein Bewerbungsfoto sind auch an gesellschaftlichen Erwartungen orientiert.
Je nach umworbener Position und Unternehmen ist ein Bewerbungsfoto mit einem Kleidungs- und Gestenmuster belegt.
Selbst die Größe eines Bewerbungsfotos richtet sich ungefähr nach der Position,
für die sich der Bewerber präsentiert;
bei Führungskräften wird ein größeres Bild erwartet.
Bewerbungsfoto: mehr auf wikipedia
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